Was passiert auf diesem Planeten, wenn die Menschen mit einem Schlag aussterben? Schon als Jugendlicher faszinierte mich dieser Gedanke und der Roman
Die grüne Wolke von A.S. Neill war lange Zeit mein absolutes Lieblingsbuch. Die letzten überlebenden Menschen metzeln sich in dieser von Kinderfantasien inspirierten Geschichte vor lauter Langeweile schließlich gegenseitig ab, als gäbe es nichts schöneres zu tun.
Ein gepflegter Weingarten verschwindet schon nach einem Jahr im grünen Chaos, wenn der Mensch nicht mehr ordnend eingreift. In kürzester Zeit entsteht ein Biotop für die Tier- und Pflanzenwelt, leider auch für Schadpilze, die sich hier ungehindert vermehren und über den Wind auf die umliegenden Weinberge gelangen.
Ich finde diesen Anblick trotzdem wunderschön und schwelge weiter in Fantasien von überwucherten Autobahnen und Städten, dem Verschwinden der Monokulturen und dem ungehinderten Fließen der Bäche und Flüsse. Und vom grünen Paradies, in dem real die Hölle tobt.