Neues aus dem Backstudio: Der Schoko-Weißweinkuchen
Als Kind liebte ich weiße Schokolade abgöttisch und zog sie jeder dunklen Schokolade vor. Besonders die Sorten mit dem "Crisp", diesen knusperigen kleinen Getreidestückchen, die so schön knacken zwischen den Zähnen. Mein Backerfolg mit dem Schoko-Rotweinkuchen bringt mich jetzt auf die Idee: Warum nicht einen Kuchen backen mit weißer Schokolade und Weißwein? Meine große Experimentierfreude drängt mich umgehend zur Tat. Und auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt!

Als Basis nehme ich einfach das Rezept des Rotweinkuchens und tausche einige der Zutaten aus. Beim Einkauf im Supermarkt fällt mein Blick und meine Wahl auf eine "Lindt Excellence Stracciatella Édition Limitée blanc" (was für eine Namens-Kreation, gratuliere Herr Kollege Werbetexter!) a´100 Gramm, davon brauche ich 2 Tafeln. Die besondere Raffinesse sind dunkle Schokoladensplitter und ... Crisp! Jetzt nehme ich noch 250 g. Mehl Typ 550, Zucker und Butter diesmal nur je 150 g., da im Gegensatz zur dunklen Schokolade die Weiße wesentlich mehr Zucker und einen hohen Anteil Kakaobutter enthält. Statt dem Zimt reibe ich die Schale einer unbehandelten (!) Zitrone ab. Vanille passt sicher auch prima, also eine Schote auskratzen. Weiterhin 1 Päckchen Backpulver und die 4 Eier von unseren glücklichen Hennen. Als Weißwein nehme ich den Rest Grünen Veltliner, der gerade offen im Kühlschrank steht. Ich denke kurz über eine süße Auslese oder gar einen Eiswein nach, aber diesen Versuch spare ich mir für den Wiederholungsfall auf, da die Edelsüßen Tropfen momentan leider rar sind in meinem Keller.
Bei den Arbeitsabläufen gehe ich exakt so vor wie beim Schoko-Rotweinkuchen, und als der fertige Teig eine kurze Zeit im Ofen ist duftet es in der Küche herrlich viel versprechend. Nach einer Stunde stelle ich die Regler auf Null und öffne die Ofentür, das Ergebnis ist optisch dem Rotweinkuchen sehr ähnlich, aber naturgemäß sehr viel heller. Als Überzug für den abgekühlten Kuchen nehme ich zum Kontrast wieder die dunkle, zartbittere Kuvertüre. Es ist auch eine Weiße erhältlich, aber das wäre wohl zu viel des Guten.

Am Tag danach verkoste ich mit meinen Liebsten das dem Rotweinkuchen äußerlich nun sehr gleichende Backwerk. Der große Unterschied ist im Inneren und im Geschmack zu finden, der bei allen am Tisch Versammelten zu fröhlichen Gesichtszügen führt. Der Kuchen ist herrlich saftig und aromatisch, die geriebene Zitronenschale, der Weißwein und die weiße Schokolade sind zu einer perfekten Gesamtkomposition verschmolzen. Das "Crisp" ist nicht mehr wahrnehmbar, es hat sich erwartungsgemäß im Teig aufgelöst. Ich bedaure nun einzig meine Entscheidung für die dunkle Kuvertüre, die Weiße Schoki als Überzug wäre wohl doch dem Charakter und der Optik des Backwerks noch zuträglicher gewesen.

Was dazu trinken? Wohl am ehesten den schon erwähnten Edelsüßen, ich werde nun doch noch meinen Keller plündern. Ich greife eine 2004´er PIUS Beerenauslese vom Weingut Keller aus Flörsheim/Rheinhessen aus dem Regal, ein Cuvée von Huxelrebe, Rieslaner und Scheurebe. In der Nase Holunderblüten und überreife Banane, im Mund Mango und eine ausgeprägte, an eingekochtes Pflaumenmus erinnernde Aromatik, gute Balance zwischen der Säure und dem natürlichen Restzucker.
Das Zusammenspiel mit den Aromen des Kuchen ist phänomenal, das Verlangen nach vielen weiteren Experimenten wächst bei mir von Bissen zu Schluck und Schluck zu Bissen rapide! Als nächsten Versuch vielleicht einen Schoko-Rosékuchen mit grünem Pfeffer?

Als Basis nehme ich einfach das Rezept des Rotweinkuchens und tausche einige der Zutaten aus. Beim Einkauf im Supermarkt fällt mein Blick und meine Wahl auf eine "Lindt Excellence Stracciatella Édition Limitée blanc" (was für eine Namens-Kreation, gratuliere Herr Kollege Werbetexter!) a´100 Gramm, davon brauche ich 2 Tafeln. Die besondere Raffinesse sind dunkle Schokoladensplitter und ... Crisp! Jetzt nehme ich noch 250 g. Mehl Typ 550, Zucker und Butter diesmal nur je 150 g., da im Gegensatz zur dunklen Schokolade die Weiße wesentlich mehr Zucker und einen hohen Anteil Kakaobutter enthält. Statt dem Zimt reibe ich die Schale einer unbehandelten (!) Zitrone ab. Vanille passt sicher auch prima, also eine Schote auskratzen. Weiterhin 1 Päckchen Backpulver und die 4 Eier von unseren glücklichen Hennen. Als Weißwein nehme ich den Rest Grünen Veltliner, der gerade offen im Kühlschrank steht. Ich denke kurz über eine süße Auslese oder gar einen Eiswein nach, aber diesen Versuch spare ich mir für den Wiederholungsfall auf, da die Edelsüßen Tropfen momentan leider rar sind in meinem Keller.
Bei den Arbeitsabläufen gehe ich exakt so vor wie beim Schoko-Rotweinkuchen, und als der fertige Teig eine kurze Zeit im Ofen ist duftet es in der Küche herrlich viel versprechend. Nach einer Stunde stelle ich die Regler auf Null und öffne die Ofentür, das Ergebnis ist optisch dem Rotweinkuchen sehr ähnlich, aber naturgemäß sehr viel heller. Als Überzug für den abgekühlten Kuchen nehme ich zum Kontrast wieder die dunkle, zartbittere Kuvertüre. Es ist auch eine Weiße erhältlich, aber das wäre wohl zu viel des Guten.

Am Tag danach verkoste ich mit meinen Liebsten das dem Rotweinkuchen äußerlich nun sehr gleichende Backwerk. Der große Unterschied ist im Inneren und im Geschmack zu finden, der bei allen am Tisch Versammelten zu fröhlichen Gesichtszügen führt. Der Kuchen ist herrlich saftig und aromatisch, die geriebene Zitronenschale, der Weißwein und die weiße Schokolade sind zu einer perfekten Gesamtkomposition verschmolzen. Das "Crisp" ist nicht mehr wahrnehmbar, es hat sich erwartungsgemäß im Teig aufgelöst. Ich bedaure nun einzig meine Entscheidung für die dunkle Kuvertüre, die Weiße Schoki als Überzug wäre wohl doch dem Charakter und der Optik des Backwerks noch zuträglicher gewesen.

Was dazu trinken? Wohl am ehesten den schon erwähnten Edelsüßen, ich werde nun doch noch meinen Keller plündern. Ich greife eine 2004´er PIUS Beerenauslese vom Weingut Keller aus Flörsheim/Rheinhessen aus dem Regal, ein Cuvée von Huxelrebe, Rieslaner und Scheurebe. In der Nase Holunderblüten und überreife Banane, im Mund Mango und eine ausgeprägte, an eingekochtes Pflaumenmus erinnernde Aromatik, gute Balance zwischen der Säure und dem natürlichen Restzucker.
Das Zusammenspiel mit den Aromen des Kuchen ist phänomenal, das Verlangen nach vielen weiteren Experimenten wächst bei mir von Bissen zu Schluck und Schluck zu Bissen rapide! Als nächsten Versuch vielleicht einen Schoko-Rosékuchen mit grünem Pfeffer?
LarsB - 28. Mai, 16:16





