Donnerstag, 27. März 2008

Pflanzenschutzmittel im Wein

Das Pestizid Aktions-Netzwerk PAN Europe veröffentlichte gestern eine aktuelle Studie über Rückstände von Pflanzenschutzmitteln im Wein. Untersucht wurden 40 Weine aus Deutschland (10), Frankreich (10), Österreich (7), Italien (3), Portugal, Süd-Afrika, Australien und Chile (je 1), sowie 6 ökologisch angebaute Weine aus Frankreich (3) und Österreich (3).

In allen konventionell angebauten Weinen wurden Rückstände von Pestiziden nachgewiesen, in einer Flasche sogar 10 verschiedene Stoffe. Insgesamt wurden 148 Pestizide gefunden, davon stehen knapp die Hälfte im Verdacht krebserregend oder genschädigend zu sein. Geltende Grenzwerte wurden allerdings nicht überschritten.

GruenerWeinberg
Grün ist leider nicht immer gleich Grün

In den biologisch angebauten Weinen wurde nur in einem Fall eine niedrige Konzentration eines Pflanzenschutzmittels gefunden. Dieser Fund ist wohl auf die Abdrift von Spritzmitteln eines konventionell arbeitenden Nachbarn zurückzuführen. Die Untersuchungsergebnisse deuten aber sehr darauf hin, dass "saubere" Weine nur bei ökologischer Erzeugung möglich sind.

Natürlich ist es schwer umstritten, in welchen Konzentrationen Pflanzenschutzmittel in der Nahrung schädlich sind. In manchen Dingen verlasse ich mich aber lieber auf mein Gefühl als auf die Wissenschaft. So ist und bleibt meine Utopie eine einhundertprozentige, ökologische und gentechnikfreie Erzeugung von Lebensmitteln.

Feuerstein und Putzlappen

Nach meiner Erfahrung wird in den deutschen Supermärkten und Discountern eine große Menge Schaumwein in sehr einfachen und teilweise sogar fehlerhaften Qualitäten umgesetzt. Den Erlenbrunn Riesling Sekt extra trocken von Aldi Süd habe ich vor einem guten Jahr zuletzt verkostet und als durchaus passabel beurteilt.

Erlenbrunn

Dass die Qualitäten gerade bei Sekt in Abhängigkeit vom Grundwein stark schwanken, merke ich an dieser Flasche Erlenbrunn Riesling Sekt: In der Nase aneinander geschlagener Feuerstein und nasser Putzlappen, im Mund etwas sehr süß für extra trocken, dazu Pfirsich und medizinisch-bittere Papayafrucht. Die Perlage zeigt eine Tendenz zur übereilten Verflüchtigung. Nicht wirklich schlecht für 3,49 €, aber wahre Trinkfreude kommt keine auf.

Der Schreiber

Lars2007-2

Lars Breidenbach
Autor, Texter & Winzer

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Frisch kommentiert

Für den Praktiker...
... war das Rätsel natürlich zu leicht! Da...
LarsB - 3. Jul, 19:05
Eine Pheromonampulle? Grüße B ernhard
Eine Pheromonampulle? Grüße B ernhard
Bernhard (anonym) - 3. Jul, 18:01
Schreiben..
..brauchst eh nicht so viel, aber ein (oder zwei) Cartoon(s)...
vinissimus - 1. Jul, 12:53
Ich glaube es geht einigen...
Ich glaube es geht einigen Bloggern gerade so. Ich...
Charles B. (anonym) - 1. Jul, 10:34
So was ähnliches...
So was ähnliches hab ich mir auch vorgenommen....
hausmannskost2.0 - 1. Jul, 09:57

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