Mein kleines Backstudio, Teil 1: Ein prima Schoko-Rotweinkuchen
Ein lieber Freund aus München besorgte mir dieses Rezept, er bekam den Kuchen Vorgestern zum Geburtstag gebacken und schwärmte derart überschwenglich davon (O-Ton:"GRANDIOS"), dass ich ihn sofort und erfolgreich bedrängte mir das Rezept zu organisieren.
Umgehend besorgte ich mir also folgende Zutaten:
250 g. Mehl (auch feines Vollkornmehl ist prima), ebenso viel Zucker und Butter. Als gehaltvolle Basis 2 Tafeln Schokolade a´100 g., hier ist die Qualität von entscheidener Bedeutung für das Endergebnis - je edler die Schokolade, desto feiner der Kuchen! Ich entschied mich für die Sarotti No.1 Ecuador 72% Cacao, eine sehr gute und trotzdem recht günstige Schokolade (REWE, 99 Cent). Weitere Zutaten: 1 Packerl Backpulver, der Inhalt einer Vanilleschote oder ein fertig gemahlenes Produkt, aber bitte kein künstliches Vanillearoma, wir wollen ja auch keinen Wein aus dem Chemielabor im Glas. Weiterhin 4 Eier von "glücklichen" Hennen, 2 Teelöffel Zimt und für die Glasur 200 g. Kuvertüre. Last, but not least: Ein Viertele Roten. Aber welchen? Es sollte sicher kein Leichtgewicht sein, hier eignet sich eher ein gerbstoffreicher, und gleichzeitig fruchtbetonter Wein. Vielleicht ein Syrah aus Südfrankreich oder Australien, Primitivo aus Apulien, Pinotage aus Südafrika...ich greife zu einer Flasche Nero d´Avola vom sizilianischem Weingut Morgante.

Am Abend gehe ich also umgehend ans Werk. Ofen an, Regler auf 180 C und ran an die Küchenutensilien: Zuerst das Eigelb vom klaren Glibber trennen und nun das Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers steif schlagen. Die Schokolade fein raspeln und mit dem Rest der Zutaten in einer Schüssel vermixen, am Schluß die Zucker/Eiweißmasse vorsichtig unterheben. Ist einfach, macht aber eine Menge Sauerei in der Küche.

Das Ganze in eine 26 cm Springform füllen und in die Mitte des Ofens schieben. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich in Küche und Wohnung ein sagenhafter Duft, Erinnerungen an Kinderheit und Oma´s Backkünste werden wachgerufen. Während weiterer Träumereien beseitige ich jetzt das Chaos in der Küche. Nach etwa 45 Minuten wird das werdende Gebäck mit einer Alufolie bedeckt, der Kuchen könnte sonst zu dunkel und bitter werden! Nach einer Stunde ist der Schoko-Rotweinkuchen durchgebacken, also abkühlen lassen und nebenbei die Kuvertüre im Warmwasserbad verflüssigen. Unter ständigem Rühren auf ca. 30 C runterkühlen und mit Schwung auf die knusprige Kreation gießen. Mit dem Backpinsel künstlerisch tätig werden oder einfach nur gleichmäßig verteilen, voilá - fertig!

Zum ersten Stück Kuchen heute Morgen habe ich einen Portwein (Niepoort Tawny, 10 Years old) verkostet, danach einen kräftigen Cappucchino - beides war perfekt im Zusammenspiel der Aromen. Weitere Selbstversuche werden kuchenstückchenweise folgen.
Im Rezept, das mir überliefert wurde, wird der Kuchen noch durchschnitten und mit Pflaumenmus gefüllt, sicher auch eine leckere Angelegenheit. Aber ich bin da eher der Purist, der den feinen Cacao-Rotweingeschmack mit den Geschmacksknospen ergründen möchte. Aber Freiheiten in der Rezepturzusammenstellung sind ja schließlich die Grundlage der lebendigen Küchenkunst, und das nicht erst seit Wolfram Siebeck. So, und nun viel Spaß und Lust am Backen, Kochen und Weinschmecken!
Umgehend besorgte ich mir also folgende Zutaten:
250 g. Mehl (auch feines Vollkornmehl ist prima), ebenso viel Zucker und Butter. Als gehaltvolle Basis 2 Tafeln Schokolade a´100 g., hier ist die Qualität von entscheidener Bedeutung für das Endergebnis - je edler die Schokolade, desto feiner der Kuchen! Ich entschied mich für die Sarotti No.1 Ecuador 72% Cacao, eine sehr gute und trotzdem recht günstige Schokolade (REWE, 99 Cent). Weitere Zutaten: 1 Packerl Backpulver, der Inhalt einer Vanilleschote oder ein fertig gemahlenes Produkt, aber bitte kein künstliches Vanillearoma, wir wollen ja auch keinen Wein aus dem Chemielabor im Glas. Weiterhin 4 Eier von "glücklichen" Hennen, 2 Teelöffel Zimt und für die Glasur 200 g. Kuvertüre. Last, but not least: Ein Viertele Roten. Aber welchen? Es sollte sicher kein Leichtgewicht sein, hier eignet sich eher ein gerbstoffreicher, und gleichzeitig fruchtbetonter Wein. Vielleicht ein Syrah aus Südfrankreich oder Australien, Primitivo aus Apulien, Pinotage aus Südafrika...ich greife zu einer Flasche Nero d´Avola vom sizilianischem Weingut Morgante.

Am Abend gehe ich also umgehend ans Werk. Ofen an, Regler auf 180 C und ran an die Küchenutensilien: Zuerst das Eigelb vom klaren Glibber trennen und nun das Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers steif schlagen. Die Schokolade fein raspeln und mit dem Rest der Zutaten in einer Schüssel vermixen, am Schluß die Zucker/Eiweißmasse vorsichtig unterheben. Ist einfach, macht aber eine Menge Sauerei in der Küche.

Das Ganze in eine 26 cm Springform füllen und in die Mitte des Ofens schieben. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich in Küche und Wohnung ein sagenhafter Duft, Erinnerungen an Kinderheit und Oma´s Backkünste werden wachgerufen. Während weiterer Träumereien beseitige ich jetzt das Chaos in der Küche. Nach etwa 45 Minuten wird das werdende Gebäck mit einer Alufolie bedeckt, der Kuchen könnte sonst zu dunkel und bitter werden! Nach einer Stunde ist der Schoko-Rotweinkuchen durchgebacken, also abkühlen lassen und nebenbei die Kuvertüre im Warmwasserbad verflüssigen. Unter ständigem Rühren auf ca. 30 C runterkühlen und mit Schwung auf die knusprige Kreation gießen. Mit dem Backpinsel künstlerisch tätig werden oder einfach nur gleichmäßig verteilen, voilá - fertig!

Zum ersten Stück Kuchen heute Morgen habe ich einen Portwein (Niepoort Tawny, 10 Years old) verkostet, danach einen kräftigen Cappucchino - beides war perfekt im Zusammenspiel der Aromen. Weitere Selbstversuche werden kuchenstückchenweise folgen.
Im Rezept, das mir überliefert wurde, wird der Kuchen noch durchschnitten und mit Pflaumenmus gefüllt, sicher auch eine leckere Angelegenheit. Aber ich bin da eher der Purist, der den feinen Cacao-Rotweingeschmack mit den Geschmacksknospen ergründen möchte. Aber Freiheiten in der Rezepturzusammenstellung sind ja schließlich die Grundlage der lebendigen Küchenkunst, und das nicht erst seit Wolfram Siebeck. So, und nun viel Spaß und Lust am Backen, Kochen und Weinschmecken!
LarsB - 10. Mai, 10:28





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