Außergewöhnliche Weinjahre (5)
1636 (KM): Rebblüte schon am 15. Mai; frühe Lese.
1718 (B-J, KM): Winter sehr kalt, am 27.April schwere Gewitter in der Pfalz, in 13 Kirchtürmen soll der Blitz eingeschlagen haben. Im Sommer fürchterliche Hitze (in Paris 36°), 9 Monate lang trockenes Wetter, die Weisen verbrannt, alles vertrocknet, Obstbäume mehrmals blühend, im Herbst alles wieder grün. Weinlese im September, am 8.10. schon alles gekeltert, die Gutedel waren schon am 24.7. reif. (MD): Außerordentliches Weinjahr. Herbst am 1. Oktober beendet.

1726 (B-J, KM): sehr kalter Winter, trockener heißer Sommer. Schnee auf Ostern (21.4.), vor Pfingsten verblüht, Ende Julie reife Trauben. Der Wein war noch nach 40 Jahren sehr gesucht.
1740 (B-J): strenger Winter, Kälte bis Mitte April. Am 25. Mai fallen die Schwalben von den Dächern, weil sie keine Nahrung finden. Ende Mai noch alles kahl. Erste Blüte der Weinberg am 18. Juli (!), Trauben werden nicht reif und sind dazu am 8., 9. und 10. Okt. noch erfroren. (KM): Rebblüte erst nach Mitte Juli, Trauben am 8. Oktober am Stock erfroren; in Schaffhausen: ziemlich viel Trauben, aber am 16. September alles erfroren, kein Wein. (MD): sehr strenger und langer Winter, Reben erfroren, Trauben kamen nicht zur Reife. An vielen Orten wird gar nicht gelesen. Dem scheidenden Jahr widmet ein Jesuit von Schlettstadt die Grabinschrift:
Hier liegt im Grab das 40.ste Jahr,
Das voll der Kält und Regen war,
Bracht sauren Wein und schlecht Frucht,
Starb endlich an der Wassersucht.
(Quellen: [B-J] Friedrich von Bassermann – Jordan: Geschichte des Weinbaus 1923, [KM] Karl Müller: Geschichte des Badischen Weinbaus, 1953, [MD] Medard Barth: Der Rebbau des Elsass, 1958)
1718 (B-J, KM): Winter sehr kalt, am 27.April schwere Gewitter in der Pfalz, in 13 Kirchtürmen soll der Blitz eingeschlagen haben. Im Sommer fürchterliche Hitze (in Paris 36°), 9 Monate lang trockenes Wetter, die Weisen verbrannt, alles vertrocknet, Obstbäume mehrmals blühend, im Herbst alles wieder grün. Weinlese im September, am 8.10. schon alles gekeltert, die Gutedel waren schon am 24.7. reif. (MD): Außerordentliches Weinjahr. Herbst am 1. Oktober beendet.

1726 (B-J, KM): sehr kalter Winter, trockener heißer Sommer. Schnee auf Ostern (21.4.), vor Pfingsten verblüht, Ende Julie reife Trauben. Der Wein war noch nach 40 Jahren sehr gesucht.
1740 (B-J): strenger Winter, Kälte bis Mitte April. Am 25. Mai fallen die Schwalben von den Dächern, weil sie keine Nahrung finden. Ende Mai noch alles kahl. Erste Blüte der Weinberg am 18. Juli (!), Trauben werden nicht reif und sind dazu am 8., 9. und 10. Okt. noch erfroren. (KM): Rebblüte erst nach Mitte Juli, Trauben am 8. Oktober am Stock erfroren; in Schaffhausen: ziemlich viel Trauben, aber am 16. September alles erfroren, kein Wein. (MD): sehr strenger und langer Winter, Reben erfroren, Trauben kamen nicht zur Reife. An vielen Orten wird gar nicht gelesen. Dem scheidenden Jahr widmet ein Jesuit von Schlettstadt die Grabinschrift:
Hier liegt im Grab das 40.ste Jahr,
Das voll der Kält und Regen war,
Bracht sauren Wein und schlecht Frucht,
Starb endlich an der Wassersucht.
(Quellen: [B-J] Friedrich von Bassermann – Jordan: Geschichte des Weinbaus 1923, [KM] Karl Müller: Geschichte des Badischen Weinbaus, 1953, [MD] Medard Barth: Der Rebbau des Elsass, 1958)
LarsB - 15. Aug, 08:15






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