Stuart Pigott: Wein spricht deutsch (1/2)
Wie gut, dass ich über dieses Buch keine Rezension für ein Printmedium schreibe. Jetzt ist die Bloggerfreiheit meine Rettung. Denn dieses Buch kann man nicht lesen. Genauso, wie man keinen Duden lesen kann. Es ist eher ein Nachschlagewerk und mit 700 Seiten ein äußerst Schwergewichtiges. Also werde ich es in 2 Teilen rezensieren, erst die Oberfläche betrachten und dann in die Tiefe des Buchstaben-Ozeans eintauchen. Wo wir gleich beim nächsten Problem sind: Da ich normalerweise nur abends im Bett oder auf Reisen lese und das Werk definitiv zu schwer ist, um es bei einer Zugfahrt mitzuführen, muss ich mir wohl erst eine Sonderkonstruktion für das gemütliche Lesen des Buches bauen. Denn meine Bauchmuskulatur ist zu schwach als Ablage für Wein spricht deutsch.

Auch mein Nachttisch wirkt da sofort unterproportioniert. So habe ich mich mal im Netz nach einem passenden Lesesständer umgesehen: Den book-holder sollte der Scherz Verlag am besten gleich im Paket mit dem Buch anbieten. Das ist sicher etwas kostspielig, aber es soll ja auch Leute geben, die 300 Euro für eine Flasche Bordeaux ausgeben, der noch gar nicht abgefüllt ist.
Das umfangreiche Gemeinschaftsprojekt von Stuart Pigott, Andreas Durst, Ursula Heinzelmann, Chandra Kurt, Manfred Lüer und Stephan Reinhardt stellt gewiss ein neues Standardwerk für Wein aus dem deutschsprachigen Kulturbereich dar. Die Anbauregionen sind umfassend beschrieben, zu jedem Gebiet gibt es Karten und einen aufschlussreichen Rebsortenspiegel. Die Fotos im Buch sind teilweise erstaunlich schlecht reproduziert, da schließe ich mich voll und ganz der Rezension von Weincasting an. Das ist schade, da viele Motive wirklich mehr Brillanz verdient hätten. Ein klarer Minuspunkt bei einem Buchpreis von 78 Euro. Mutig finde ich das Cover-Foto, botrytisfaule Trauben sind wohl noch nie und vor allem nicht so großformatig auf einen Weinbuchtitel gedruckt worden. Soviel zur Haptik des Buches.
Jetzt werde ich erst einmal an der "Wein-spricht-deutsch-Lesekonstruktion" arbeiten und nach eingehender Lektüre die Rezension mit der inhaltlichen Auseinandersetzung fortführen.

Auch mein Nachttisch wirkt da sofort unterproportioniert. So habe ich mich mal im Netz nach einem passenden Lesesständer umgesehen: Den book-holder sollte der Scherz Verlag am besten gleich im Paket mit dem Buch anbieten. Das ist sicher etwas kostspielig, aber es soll ja auch Leute geben, die 300 Euro für eine Flasche Bordeaux ausgeben, der noch gar nicht abgefüllt ist.
Das umfangreiche Gemeinschaftsprojekt von Stuart Pigott, Andreas Durst, Ursula Heinzelmann, Chandra Kurt, Manfred Lüer und Stephan Reinhardt stellt gewiss ein neues Standardwerk für Wein aus dem deutschsprachigen Kulturbereich dar. Die Anbauregionen sind umfassend beschrieben, zu jedem Gebiet gibt es Karten und einen aufschlussreichen Rebsortenspiegel. Die Fotos im Buch sind teilweise erstaunlich schlecht reproduziert, da schließe ich mich voll und ganz der Rezension von Weincasting an. Das ist schade, da viele Motive wirklich mehr Brillanz verdient hätten. Ein klarer Minuspunkt bei einem Buchpreis von 78 Euro. Mutig finde ich das Cover-Foto, botrytisfaule Trauben sind wohl noch nie und vor allem nicht so großformatig auf einen Weinbuchtitel gedruckt worden. Soviel zur Haptik des Buches.
Jetzt werde ich erst einmal an der "Wein-spricht-deutsch-Lesekonstruktion" arbeiten und nach eingehender Lektüre die Rezension mit der inhaltlichen Auseinandersetzung fortführen.
LarsB - 2. Okt, 20:04






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