Der Hahn ist tot
Als der Hahn nach einem Leben mit reichlich Auslauf, Frischluft und artgerechtem Futter schön fett geworden war hieb ihm der Bauer mit der Axt den Kopf ab. Nach dem Ausweiden und Rupfen wechselte der Kopflose zweimal den Besitzer. Vom Dritten wurde er über Nacht in einer Paste aus glatter Petersilie, Thymian, Majoran, Chili, Ingwer, Honig, Meersalz und Olivenöl mariniert. Auch zwischen Fleisch und Haut des Vogels stopfte der Gourmand diese Mischung und verschloss anschließend die offene Bauchhöhle mit Zahnstochern.

Gemeinsam mit gewürfeltem Gemüse und einer Tasse konzentriertem Fond von einer weiblichen Artgenossin fand sich der nun lange schon vom Hahnengeist verlassene Geflügelkörper auf dem Grund eines Bräters wieder. Bei gnadenlosen 250 Grad Celsius im Ofen begannen die ersten zehn Minuten des Garprozesses. Mit aufgesetztem Deckel und auf 180 Grad Celsius reduzierter Hitze vergingen noch weitere neunzig Minuten, bevor dem Tier unter der Grillschlange zum wiederholten Male eins übergebraten wurde.
Schon eine halbe Stunde später wanderten die blanken Knochen des halben Hahns in eine braune Tonne, dessen Inhalt in naher Zukunft mittels Kompostierung dem natürlichen Kreislauf aller Dinge zugeführt wird.

Begleitend tranken die Omnivoren vergorenen Saft von ausgequetschten blauen Trauben der Sorten Syrah (52%), Mourvedre (26%) und Grenache (22%). Der so zusammengesetzte 2006-er "Les Garrigues" (€ 7,50) der Domaine Clavel ist ein dunkelviolettes Konzentrat mit kräftigen, leicht bitteren Tanninen. Der Wein ist momentan absolut unzugänglich und zum Hahn ein glatter Fehlgriff. Die restlichen Flaschen kommen beim nächsten Gang in den Keller im Weinregal nach ganz unten.
Fortsetzung folgt: Die zweite Hälfte vom Federvieh wird heute Abend im Zusammenspiel mit einer Riesling Spätlese verspeist.

Gemeinsam mit gewürfeltem Gemüse und einer Tasse konzentriertem Fond von einer weiblichen Artgenossin fand sich der nun lange schon vom Hahnengeist verlassene Geflügelkörper auf dem Grund eines Bräters wieder. Bei gnadenlosen 250 Grad Celsius im Ofen begannen die ersten zehn Minuten des Garprozesses. Mit aufgesetztem Deckel und auf 180 Grad Celsius reduzierter Hitze vergingen noch weitere neunzig Minuten, bevor dem Tier unter der Grillschlange zum wiederholten Male eins übergebraten wurde.
Schon eine halbe Stunde später wanderten die blanken Knochen des halben Hahns in eine braune Tonne, dessen Inhalt in naher Zukunft mittels Kompostierung dem natürlichen Kreislauf aller Dinge zugeführt wird.

Begleitend tranken die Omnivoren vergorenen Saft von ausgequetschten blauen Trauben der Sorten Syrah (52%), Mourvedre (26%) und Grenache (22%). Der so zusammengesetzte 2006-er "Les Garrigues" (€ 7,50) der Domaine Clavel ist ein dunkelviolettes Konzentrat mit kräftigen, leicht bitteren Tanninen. Der Wein ist momentan absolut unzugänglich und zum Hahn ein glatter Fehlgriff. Die restlichen Flaschen kommen beim nächsten Gang in den Keller im Weinregal nach ganz unten.
Fortsetzung folgt: Die zweite Hälfte vom Federvieh wird heute Abend im Zusammenspiel mit einer Riesling Spätlese verspeist.
LarsB - 3. Dez, 19:07






Der Allesverschlinger
das auch schon so erlebt. Nach einer Primärfruchtphase verschließen sich die Weine extrem und öffnen sich erst wieder nach 2 bis 3 Jahren.
Auf das Wildschwein wart ich schon länger - der Dorfjäger erwischt zur Zeit keine, zur Not wird´s halt ein Reh :)