Extremely Winetasting: Müller-Thurgau Spätlese
Bei einem Wein-Käse-Seminar vor zwei Jahren entdeckte ich eine gelungene Kombination, auf die ich alleine nicht so schnell gekommen wäre: Restsüsser Müller-Thurgau und würziger Hartkäse. Gestern stieß ich beim Einkauf im Migros auf einen Schweizer Weichkäse mit dem Namen "Riesling x Sylvaner", der zum Reifen in Müller-Thurgau eingelegt wurde. Riesling x Sylvaner ist eine in der Schweiz sehr gebräuchliche Bezeichnung für die Rebsorte Müller-Thurgau, in Deutschland wird häufig das Synonym Rivaner für trocken ausgebaute Varianten verwendet. Die zu Übererträgen neigende Rebsorte ist bei uns durch äußerst plumpe und dünne Massenweine in den 1970-er und 80-er Jahren schwer in Verruf gekommen. Dabei lassen sich aus Müller-Thurgau Trauben durchaus feine Weine erzeugen, in Südtirol etwa erfreut sich die Sorte in guten Qualitäten stetig wachsender Beliebtheit.

Zum Käse besorgte ich mir eine Flasche 2003-er Spätlese (Karstadt/5,29 €) vom Staatsweingut Freiburg & Blankenhornsberg. Ein absoluter Glücksgriff: Strohgelb in der Farbe. Ein betörender Duft von Mirabelle, Heublumen und Muskatnuss strömt mir aus dem Glas entgegen. Komplexer und dichter Körper. Für einen 2003-er präsentiert sich der Müller-Thurgau absolut frisch und lebendig. Die Spätlese ist dezent süss bei feingliedriger Säurestruktur, es ist kein Gramm Restzucker zuviel oder zu wenig in der Flasche. Der perfekte Wein für das Frühstück bei Tiffany und zur Bekehrung von Müller-Abstinenzlern.
Der fein-aromatisch und sehr cremige Riesling x Sylvaner-Käse erwies sich nicht als Musterpartner, dafür ist er schlicht zu mild im Geschmack. Ein 12 Monate gereifter Gruyére überzeugte da schon eher beim Geschmacksknospen-Tango und junger Parmigiano kam der perfekten Harmonie schon sehr nahe. Die Faustregel "je süsser der Wein, desto salziger der Käse" bestätigte sich wieder einmal.

Zum Käse besorgte ich mir eine Flasche 2003-er Spätlese (Karstadt/5,29 €) vom Staatsweingut Freiburg & Blankenhornsberg. Ein absoluter Glücksgriff: Strohgelb in der Farbe. Ein betörender Duft von Mirabelle, Heublumen und Muskatnuss strömt mir aus dem Glas entgegen. Komplexer und dichter Körper. Für einen 2003-er präsentiert sich der Müller-Thurgau absolut frisch und lebendig. Die Spätlese ist dezent süss bei feingliedriger Säurestruktur, es ist kein Gramm Restzucker zuviel oder zu wenig in der Flasche. Der perfekte Wein für das Frühstück bei Tiffany und zur Bekehrung von Müller-Abstinenzlern.
Der fein-aromatisch und sehr cremige Riesling x Sylvaner-Käse erwies sich nicht als Musterpartner, dafür ist er schlicht zu mild im Geschmack. Ein 12 Monate gereifter Gruyére überzeugte da schon eher beim Geschmacksknospen-Tango und junger Parmigiano kam der perfekten Harmonie schon sehr nahe. Die Faustregel "je süsser der Wein, desto salziger der Käse" bestätigte sich wieder einmal.
LarsB - 3. Apr, 11:11






Trackback URL:
http://schreiberswein.twoday.net/stories/4833326/modTrackback