Hey, feiert Ihr das 40. Jubiläum der 68er Bewegung, dafür seid Ihr doch viel zu jung:-)....
... was den Wein betrifft, so scheint es mir aber (zumindest aus der Ferne und auch wenn ich hier um mich blicke), dass es gerade die Mittelschicht ist, die in den letzten Jahren Aldi, Lidl und co entdeckt hat und sich dort mit billigen Schnäppchen eindeckt - auf Kosten der vielen passionierten kleinen Weinfachhändler, die für mich die Mittelschicht in der Verteilerkette darstellen und oft dann eben auch nur mit Sonderaktionen von Terrassenweinen und, wenn sie Glück haben, ein paar Luxuskunden für Bordeaux und Champagner überleben.
Am anderen Ende stehen dann die Winzer und Weinbauern - da muss die Unterschicht, deren Weine zu o,59€ pro Liter bezahlt werden, dann irgendwann das Handtuch werfen und die Ausreißprämie und anschließend den RMI (revenue minimum d'insertion - so in etwa wie Sozialhilfe, also ca. 400 €) beantragen, die Großkonzerne liefern weiter AOCs und VdPs für den Discounter zu Schleuderpreisen, bei denen es die Masse macht (und fusionieren und expandieren), die Oberschicht oder solche, die gerne dazugehören möchten, ordern weiter ihren Bordeaux - bei Prestigegütern (bzw. den Handelshäusern), die dank Fine und anderer Werbeträger keine Sorge um ihren Bestand haben müssen (oft sind es inzwischen sowieso Banken und Versicherungen oder ausländische Investoren).
Die "Mittelschicht" der Produzenten - oft aufgebrochen aus Leidenschaft für den Wein und mit hohem Qualitätsanspruch, muss sich auf dem, wie Ihr ja richtig sagt, immer kleineren Sektor der Weinliebhaber mit mittlerem Einkommen behaupten - für den Massenmarkt zu teuer, für den Luxusmarkt nicht bekannt genug...
Allerdings scheint es mir, dass dieses Segment von allen gängigen Weinzeitschriften bedient wird. Die meisten Billigweine werden wohl im Internet besprochen und diskutiert - aber sitzt dann wirklich die "Unterschicht" wissbegierig vor dem Bildschirm und twittert?
Die Unterschicht, also die Menschen, die unter dem Existenzminimum leben müssen (z.B. Harz IV), twittern mangels Internet sicher nicht. Hier wird ja immer wieder die "digitale Spaltung" kritisiert.
Luxus und Sozialkritik?
... was den Wein betrifft, so scheint es mir aber (zumindest aus der Ferne und auch wenn ich hier um mich blicke), dass es gerade die Mittelschicht ist, die in den letzten Jahren Aldi, Lidl und co entdeckt hat und sich dort mit billigen Schnäppchen eindeckt - auf Kosten der vielen passionierten kleinen Weinfachhändler, die für mich die Mittelschicht in der Verteilerkette darstellen und oft dann eben auch nur mit Sonderaktionen von Terrassenweinen und, wenn sie Glück haben, ein paar Luxuskunden für Bordeaux und Champagner überleben.
Am anderen Ende stehen dann die Winzer und Weinbauern - da muss die Unterschicht, deren Weine zu o,59€ pro Liter bezahlt werden, dann irgendwann das Handtuch werfen und die Ausreißprämie und anschließend den RMI (revenue minimum d'insertion - so in etwa wie Sozialhilfe, also ca. 400 €) beantragen, die Großkonzerne liefern weiter AOCs und VdPs für den Discounter zu Schleuderpreisen, bei denen es die Masse macht (und fusionieren und expandieren), die Oberschicht oder solche, die gerne dazugehören möchten, ordern weiter ihren Bordeaux - bei Prestigegütern (bzw. den Handelshäusern), die dank Fine und anderer Werbeträger keine Sorge um ihren Bestand haben müssen (oft sind es inzwischen sowieso Banken und Versicherungen oder ausländische Investoren).
Die "Mittelschicht" der Produzenten - oft aufgebrochen aus Leidenschaft für den Wein und mit hohem Qualitätsanspruch, muss sich auf dem, wie Ihr ja richtig sagt, immer kleineren Sektor der Weinliebhaber mit mittlerem Einkommen behaupten - für den Massenmarkt zu teuer, für den Luxusmarkt nicht bekannt genug...
Allerdings scheint es mir, dass dieses Segment von allen gängigen Weinzeitschriften bedient wird. Die meisten Billigweine werden wohl im Internet besprochen und diskutiert - aber sitzt dann wirklich die "Unterschicht" wissbegierig vor dem Bildschirm und twittert?