Außen pfui, innen hui: Die Deutschen und ihre Küche
Das im Rowohlt Verlag erschienene Buch wartet mit einem selten scheußlichen Buchtitel auf. Ich meine damit nicht das Antlitz von Herrn Siebeck, der auch auf der Rückseite des Buches dominant genug gewesen wäre. Die Cover-Gestaltung wirkt einfach billig und wird dem sonst grundsoliden Werk absolut nicht gerecht.

Und gleich auf der Titelseite im Buchinneren stößt der interessierte Leser auf eine schöne Illustration, die an dieser Stelle viel zu klein abgebildet und für einen angemessenen Umschlag wesentlich besser geeignet gewesen wäre. Mein persönlicher Tipp für die zweite Auflage!
Wolfram Siebeck beschreibt auf rund 170 Seiten des 250 Seiten-Werks die Geschichte der deutschen Esskultur und auch dem deutschen Wein wird ein ganzes Kapitel gewidmet. Auf den restlichen Seiten sind Rezepte von typisch deutschen Gerichten abgedruckt. Berühmt berüchtigte Mahlzeiten wie Sauerbraten, Kalbshaxe, Pichelsteiner Eintopf oder "Wilthu geprest Sweinßkoppff machenn". Die Rezepte sind eher Anhängsel zu den Kapiteln des Buches und natürlich gespickt mit den für Siebeck typischen, humorvollen Seitenhieben.

Den hohen Wert des Buches macht aber der Diskurs durch die deutsche Küchengeschichte aus. Auf den großzügig illustrierten Seiten führt uns der Autor von germanischen Geheimwaffen (Zwiebeln, Bohnen und Bier) gegen die römischen Besatzungstruppen, durch Dekadenz und Hunger im dunklen Mittelalter, über die Völlerei des Bürgertums im 19. Jahrhundert, schließlich zur Entstehung der Gourmetküche und Haute Cuisine in unserer Zeit.
Hier brilliert Siebeck, läuft kenntnisreich zur Höchstform auf. "Die Deutschen und ihre Küche" ist ein sehr lehrreiches Buch über unsere Geschichte und führt vor Augen, wie eng die Küchenkultur mit den Geschehnissen in Politik, Religion und Kunst verwoben war und ist. Eine intelligente und zugleich vergnügliche Lektüre.

Und gleich auf der Titelseite im Buchinneren stößt der interessierte Leser auf eine schöne Illustration, die an dieser Stelle viel zu klein abgebildet und für einen angemessenen Umschlag wesentlich besser geeignet gewesen wäre. Mein persönlicher Tipp für die zweite Auflage!
Wolfram Siebeck beschreibt auf rund 170 Seiten des 250 Seiten-Werks die Geschichte der deutschen Esskultur und auch dem deutschen Wein wird ein ganzes Kapitel gewidmet. Auf den restlichen Seiten sind Rezepte von typisch deutschen Gerichten abgedruckt. Berühmt berüchtigte Mahlzeiten wie Sauerbraten, Kalbshaxe, Pichelsteiner Eintopf oder "Wilthu geprest Sweinßkoppff machenn". Die Rezepte sind eher Anhängsel zu den Kapiteln des Buches und natürlich gespickt mit den für Siebeck typischen, humorvollen Seitenhieben.

Den hohen Wert des Buches macht aber der Diskurs durch die deutsche Küchengeschichte aus. Auf den großzügig illustrierten Seiten führt uns der Autor von germanischen Geheimwaffen (Zwiebeln, Bohnen und Bier) gegen die römischen Besatzungstruppen, durch Dekadenz und Hunger im dunklen Mittelalter, über die Völlerei des Bürgertums im 19. Jahrhundert, schließlich zur Entstehung der Gourmetküche und Haute Cuisine in unserer Zeit.
Hier brilliert Siebeck, läuft kenntnisreich zur Höchstform auf. "Die Deutschen und ihre Küche" ist ein sehr lehrreiches Buch über unsere Geschichte und führt vor Augen, wie eng die Küchenkultur mit den Geschehnissen in Politik, Religion und Kunst verwoben war und ist. Eine intelligente und zugleich vergnügliche Lektüre.
LarsB - 8. Jan, 23:20









