Weinverkostung

Samstag, 10. Mai 2008

Weinrallye #11: Weißherbst bei Tag und bei Nacht

Meinen Wein zur elften weinrallyeLogoklein habe ich zu später Stunde geöffnet, um den sommerlichen Frühlingstag bei einem Schluck Wein auf dem Balkon ausklingen zu lassen. Schwupps, da war die Flasche fast leer (Nein, ich war nicht alleine!). Da ich keinerlei Lust auf das Anfertigen einer Verkostungsnotiz verspürte, sondern einfach nur mal abhängen wollte, griff ich zum Korken und rettete das Überbleibsel in der Flasche für den nächsten Tag.

Ros-RallyebeiNacht
Die Rallye startete bei Kerzenschein ...

Den wichtigsten Test absolvierte der 2003-er Spätburgunder Weißherbst "Müllheimer Sonnhalde" Kabinett trocken vom Weingut Hermann Dörflinger somit mit Bravour: Der Wein macht Trinklaune und ist bekömmlich. Am folgenden Mittag kochte ich mir flink ein paar Spaghetti mit Pesto Rosso und verkostete dazu den Rest aus der Flasche.

Ros-Rallye
... und endete am folgenden Tag beim Reste-Trinken in farblicher Harmonie

Was unterscheidet eigentlich Weißherbst von Rosé? Nach dem deutschen Weinrecht muss Weißherbst zu 100 % aus Trauben einer Rebsorte gekeltert werden, die aus nur einer Weinbergslage stammen. In Baden ist der Ruf von Weissherbst weitgehend ruiniert. Es gibt nur wenige Winzer, die Weißherbst nicht als Resteverwertung von mit Botrytis befallenen Rotweintrauben ansehen. Hermann Dörflinger ist einer von dieser seltenen Spezies. Seine konsequent trockenen Weine sind Spätentwickler, die oft erst nach mehreren Jahren Flaschenreife die Höchstform erreichen. Das trifft auch auf den 2003-er Spätburgunder Weißherbst zu, die letzte von einstmals 6 Flaschen in meinem Keller.

Ich notiere: Schönes leuchtendes Hellrot mit bräunlichen Reflexen. In der Nase Wassermelone und etwas Harz. Reif und rund mit einer feinwürzigen Holznote. Die Frucht ist altersbedingt in den Hintergrund getreten. Kein wahrnehmbarer Restzucker, ein selten trockener Weißherbst. Der Wein trägt ein ordentliches Stück zur Rettung des Rufes dieser Rosé-Spielart bei!

Mittwoch, 30. April 2008

Der Weißburgunder Baden Edition Fritz Keller von Aldi-Süd im Vergleichstest: Wie gut ist er wirklich?

Der 2007-er Weissburgunder Baden Edition Fritz Keller (5,99 €) fand bei ersten Verkostungen durchaus Zuspruch. Aber wie schneidet er im direkten Vergleich mit anderen im Supermarkt erhältlichen 2007-er Weißburgundern aus Baden ab?

Bei der Auswahl der Vergleichsweine regierte König Zufall. Im Supermarkt meiner Wahl suche ich nach 2007-er Weißburgundern vom Kaiserstuhl, der Heimat Fritz Kellers. Das Angebot ist recht mager, meist steht noch der 2006-er im Regal. Zwei Weine stöbere ich aber dennoch auf, den Achkarrer Weißburgunder Q.b.A. trocken (4,69 €) und den Oberrotweiler Weißburgunder Käsleberg Kabinett (4,99 €). Leichtes Spiel für Fritz Kellers "Premiumwein" von Aldi-Süd?

WBTest

Die Verkostungsnotizen (entgegen meiner Gewohnheit konnte ich diesmal nicht der Versuchung widerstehen und habe Punkte vergeben):

Farblich liegen die drei Weine mit jeweils einem blassen Gelb eng zusammen. Der Weissburgunder Baden Edition Fritz Keller fällt durch ein klein wenig CO2-Perlage auf. In der Nase Hefe, Hopfen und reife Birne. Im Mund wieder Hopfen, erinnert dadurch entfernt an Bier-Aromen. Birne, Mandel, dichter Körper bei relativ knapper Frucht. Leichte Bitternis im mittleren Abgang. Verschluss: Kork. 15/20

Heu und Gras im Bukett des Oberrotweiler "Käsleberg" Weißer Burgunder Kabinett trocken deuten auf eine verfrühte Lese hin, ein Verdacht, der sich beim ersten Schluck erhärtet: Grüne Tomate, unreife Apfelnote und eine dominierende Säure, im Abgang etwas kurz und leicht bitter. Verschluss: Kork. 13/20

Der Achkarrer Weißburgunder Q.b.A. trocken gefällt in der Nase mit Kaltgär-Aromen von Apfel, Stachelbeere und Fruchtgummi. Im Mund sehr ausgewogen, wieder Apfel, angenehme Fruchtsüsse, gute Balance. In dieser Verfassung der momentan am meisten Trinkfreude verbreitende Wein des Trios. Verschluss: Kunststoff. 16/20

Resumé: Der Weissburgunder von Fritz Keller bei Aldi-Süd ist für mich eine Enttäuschung, die erweckten hohen Erwartungen werden nicht erfüllt. Mag sein, dass der Wein noch Reife benötigt - aber macht es Sinn, so einen Wein für den Discount zu produzieren? Die Verkaufszahlen werden es zeigen. Wenn sich die Edition Fritz Keller erfolgreich etabliert, ist es auf jeden Fall ein gelungener Marketing-Clou.

Dienstag, 29. April 2008

Solo Cabernet Sauvignon

Der 2006-er Solo Cabernet Sauvignon (2,99 €) von Kressmann sprang mich neulich bei REWE an. Im Regal stechen die Solo-Flaschen absolut aus der Masse heraus. Erster Blickfang ist der silberne Longcap-Drehverschluss. Das sehr klar und aufgeräumt gestaltete Etikett ist ebenfalls mit Silberstreifen versehen. Es gibt den Solo von verschiedenen Rebsorten, die Flaschenausstattung ist jeweils farblich auf den Inhalt abgestimmt. Die schnell aufgespürte Website von Kressmann ist ebenfalls erste Designer-Sahne. Frischer Wind im Bordeaux. Taugt auch der Wein?

SoloCabernet1

Die Antwort ist ein überraschend klares Ja. Der Solo Cabernet Sauvignon ist ein geschmeidiger, französischer Landwein und sein Geld durchaus wert. Mit unaufdringlichem Cassis-Aroma absolut rebsortentypisch, dazu kommen kräftige Gerbstoffe und ein ordentlicher Säuregehalt. Selbst nach dem dritten Glas tritt keinerlei Übersättigung oder Abneigung auf, somit ist der Alltagstest positiv bestanden. Das animiert mich zur gelegentlichen Wiederholungstat mit einer anderen Solistin aus dem Programm.

Gegessen habe ich heute solo zum Solo Penne Amatriciana, die Kombination war nicht wirklich deplaziert, aber auch kein Brüller. Gegrilltes Rind- oder Lammfleisch sollte da geschmacklich besser harmonieren.

Donnerstag, 10. April 2008

Weinrallye #10: Aktenzeichen CB ... ungelöst

"Chenin Blanc? Nein, tut mir leid!" Das Thema der 10.weinrallyeLogoklein bereitete mir ernste Beschaffungsprobleme. Die Rebsorte scheint in Freiburg schlicht nicht gefragt zu sein. Nur in einem von fünf Fachhandelsgeschäften wurde meine Nachfrage bejaht, der Erwerb eines edelsüssen Chenin Blanc von der Loire scheiterte aber an meinem knappen Rallye-Etat. So blieb mir nur der unvermeidliche Gang in den Supermarkt. Bei REWE stieß ich nach langem Suchen schließlich jenseits der Weinabteilung auf scheinbar absichtlich versteckte Flaschen, die mit einer dicken Staubschicht bedeckt waren. Aber endlich: Chenin Blanc!

CheninBlanc

Also Staub abwischen und ab zur Kasse. Auf dem Rückenetikett des 2005-er Ruitersvlei aus Südafrika finde ich das GEPA-Logo für fair gehandelte Waren und den Hinweis, dass die Rechte der Arbeiter im Weinbaubetrieb respektiert werden. Die 5,29 € sind also gut angelegt. Oder? Manchmal ist der Anfang einer Geschichte wesentlich besser als deren Ende. Im Glas finde ich eine Weinleiche. Blass, ausdruckslos, müde und völlig ausgelaugt. Den sachdienlichen Hinweis auf den Mörder liefert die deutlich wahrnehmbare untypische Alterungsnote.

Da ich bewusst noch nie einen reinen Chenin Blanc probiert habe, bin ich nun gespannt auf die Tipps der anderen Rallye-Teilnehmer und werde mich der Rebsorte bei einer hoffentlich vergnüglicheren Verkostung bei nächster Gelegenheit nähern.

Donnerstag, 3. April 2008

Extremely Winetasting: Müller-Thurgau Spätlese

Bei einem Wein-Käse-Seminar vor zwei Jahren entdeckte ich eine gelungene Kombination, auf die ich alleine nicht so schnell gekommen wäre: Restsüsser Müller-Thurgau und würziger Hartkäse. Gestern stieß ich beim Einkauf im Migros auf einen Schweizer Weichkäse mit dem Namen "Riesling x Sylvaner", der zum Reifen in Müller-Thurgau eingelegt wurde. Riesling x Sylvaner ist eine in der Schweiz sehr gebräuchliche Bezeichnung für die Rebsorte Müller-Thurgau, in Deutschland wird häufig das Synonym Rivaner für trocken ausgebaute Varianten verwendet. Die zu Übererträgen neigende Rebsorte ist bei uns durch äußerst plumpe und dünne Massenweine in den 1970-er und 80-er Jahren schwer in Verruf gekommen. Dabei lassen sich aus Müller-Thurgau Trauben durchaus feine Weine erzeugen, in Südtirol etwa erfreut sich die Sorte in guten Qualitäten stetig wachsender Beliebtheit.

MuellerKaese

Zum Käse besorgte ich mir eine Flasche 2003-er Spätlese (Karstadt/5,29 €) vom Staatsweingut Freiburg & Blankenhornsberg. Ein absoluter Glücksgriff: Strohgelb in der Farbe. Ein betörender Duft von Mirabelle, Heublumen und Muskatnuss strömt mir aus dem Glas entgegen. Komplexer und dichter Körper. Für einen 2003-er präsentiert sich der Müller-Thurgau absolut frisch und lebendig. Die Spätlese ist dezent süss bei feingliedriger Säurestruktur, es ist kein Gramm Restzucker zuviel oder zu wenig in der Flasche. Der perfekte Wein für das Frühstück bei Tiffany und zur Bekehrung von Müller-Abstinenzlern.

Der fein-aromatisch und sehr cremige Riesling x Sylvaner-Käse erwies sich nicht als Musterpartner, dafür ist er schlicht zu mild im Geschmack. Ein 12 Monate gereifter Gruyére überzeugte da schon eher beim Geschmacksknospen-Tango und junger Parmigiano kam der perfekten Harmonie schon sehr nahe. Die Faustregel "je süsser der Wein, desto salziger der Käse" bestätigte sich wieder einmal.

Dienstag, 1. April 2008

Die Schonzeit ist vorbei

Den 2005-er Spätburgunder "Hirsch" habe ich als noch aktiver Winzer im Weingut Mißbach mit vielen Handgriffen bei der "Weinwerdung" begleitet. Der Spätburgunder (7,50 € ab Hof) wurde klassisch auf der Maische vergoren und reifte anschließend in gebrauchten 225l Barrique-Fässern. Nach einer weiteren Reifezeit in der Flasche erkläre ich nun die Schonzeit für den "Hirsch" in meinem Keller für beendet.

Hirsch

Die Verkostungsnotiz: In der Nase dunkle Schokolade und wilde Brombeere. Mit 1,8g Restzucker ist der Spätburgunder sehr trocken durchgegoren, aber doch mit reifer und süßer Frucht ausgestattet. Dezente Aromen von Kakao und Kirsche, samtiges Tannin, perfekt eingebundenes Holz und eine leichte Bittermandel-Note im Abgang, die für viele südbadische Spätburgunder typisch ist. Welche Speisen könnten mit dem "Hirsch" harmonieren? Außerhalb der Jagdsaison habe ich da Rindsrouladen oder geschmortes Ochsenfleisch vor meinem geistigen Auge.

Donnerstag, 27. März 2008

Feuerstein und Putzlappen

Nach meiner Erfahrung wird in den deutschen Supermärkten und Discountern eine große Menge Schaumwein in sehr einfachen und teilweise sogar fehlerhaften Qualitäten umgesetzt. Den Erlenbrunn Riesling Sekt extra trocken von Aldi Süd habe ich vor einem guten Jahr zuletzt verkostet und als durchaus passabel beurteilt.

Erlenbrunn

Dass die Qualitäten gerade bei Sekt in Abhängigkeit vom Grundwein stark schwanken, merke ich an dieser Flasche Erlenbrunn Riesling Sekt: In der Nase aneinander geschlagener Feuerstein und nasser Putzlappen, im Mund etwas sehr süß für extra trocken, dazu Pfirsich und medizinisch-bittere Papayafrucht. Die Perlage zeigt eine Tendenz zur übereilten Verflüchtigung. Nicht wirklich schlecht für 3,49 €, aber wahre Trinkfreude kommt keine auf.

Dienstag, 18. März 2008

ProWein: Syrah aus Israel

Während die Kanzlerin vor der Knesset spricht, knöpfe ich mir die Weine des Landes vor. Israel ist dieses Jahr in Düsseldorf recht breit vertreten. Ich richte meinen Focus dabei auf die Rebsorte Syrah, die mit den klimatischen Gegebenheiten der trockenen Hochtäler gut zurecht kommt.

Mich überzeugt ein 2005-er Yiron Syrah der Galil Montain Winery. Die Reben des Kibbuz-Betriebes wachsen auf 680 m Höhe und wurden 1995 gepflanzt. Der Wein verweilte nach der Gärung rund 16 Monate in französischer Eiche.

Der Yiron Syrah (15-20.-€) hat Muskeln wie der junge Schwarzenegger und ist extrem würzig, dicht und komplex: Jede Menge Schokolade, Teer und Tabak. Ein Power-Wein mit Tiefe, der durch seinen ellenlangen Abgang besticht. Vergleiche mit erstklassigen Gewächsen von der Rhone muss dieser Syrah nicht scheuen.

ProWein: Einmal Wein mal R hoch 8 = Simply Wine

Simply Wine, eine Gruppierung von 8 Winzern aus 6 Anbauregionen, überzeugt mit perfekt durchgestyltem Messestand und einem gemeinsam erzeugten Wein: "R hoch 8" = ein Riesling, der sich offiziell nicht Riesling nennen darf. Vor dem deutschen Weingesetz ist ein Verschnitt aus Weinen verschiedener Anbaugebiete automatisch ein Tafelwein und der darf keine Rebsortenangabe auf dem Etikett tragen.

SimplyWine

Die Idee wurde von Stuart Pigott entwickelt, der mit seinem Projekt "Wein hilft" Spendengelder für die Deutsche AIDS-Stiftung sammelt. So fließt 1.-€ vom Flaschenpreis (9,90 €) direkt an die Initiative. Meine Verkostungsnotiz des "R hoch 8", Jahrgang 2007: Intensiver Duft von Aprikose und Nektarine, aber auch ein Hauch von Schwefel reizt meine SO2-empfindliche Nase. Das ist ein Indiz dafür, dass der Wein erst vor ein paar Tagen gefüllt wurde. Im Mund präsentiert sich der "R hoch 8" sehr breit und mit viel Schmelz samt saftiger, gelber Frucht. Perfekte Restzucker-Säure-Balance. Mittlerer Abgang. "Nicht schlecht für ein deutscher Tafelwein".

SimplyWineBack

Simply Wine sind: Weingut Bruker (Württemberg), Garage Winery (Rheingau), Weingut Gaul (Pfalz), Hedesheimer Hof (Rheinhessen), Weingut Hexamer (Nahe), Weingut Hofmann (Rheinhessen), Weingut Steitz (Rheinhessen) und das Weingut Willems-Willems (Saar).

Bei Christian Steitz probierte ich drei 2007-er Rieslinge, die mich durchweg überzeugten: Den mineralisch-knackigen "Basis" (5,50€), den elegant-fein-fruchtigen "S" (8,20€) und eine phänomenale Spätlese "Niersteiner Hipping" (12.-€) mit üppigen Aromen von Netzmelone, Kräuter- und Blumenwiese, bei toller Balance und fulminanter Länge.

Steitz

Die Weine der Garage Winery sind stilsicher, tragen Kronkorken und eine eindeutige Handschrift: Satte Fruchtnoten mit einigem Restzucker. Irgendwie sehr barocke Weine, die sicher auch bei den ganz jungen Weinkonsumenten gut ankommen. Mir gefielen besonders der Traminer, die Rosamunde (Spätburgunder Rosé) und ganz speziell der "Kick Starter", ein Riesling Perlwein. Very funny!

Freitag, 14. März 2008

Trio Georgia

Der Weinbau in Georgien entstammt einer mehrere Jahrtausende alten Tradition. Auf dem heimischen Multikulti-Trinker-Markt sind Weine aus Georgien noch weitgehend unbekannt. Das georgischer Wein jetzt in Deutschland verstärkt im Handel auftaucht, hängt besonders damit zusammen, dass der bisherige Hauptabnehmer Russland die Einfuhr seit 2006 boykottiert. Der Grund: Die Unabhängigkeit von Moskau und der pro-westliche Kurs der Regierung in Tiflis sind den Putinisten im Kreml ein Dorn im Auge.

Wir probierten 3 Weine des Jahrgangs 2005 aus der Kellerei Kakhuri, einem Zusammenschluss dreier Winzer, die den Betrieb im Jahr 2000 mit dem Ziel der Erzeugung von hochqualitativen Weinen aus autochthonen Rebsorten gründeten:
Den weißen Tsinandali (€ 7,50) aus den Rebsorten Rkatsiteli und Mtswani, sowie den roten Saperavi gekelterten Saperavi (€ 8,50) und den im Barrique ausgebauten Napareuli (€ 11,90). Die Weine werden in Deutschland von Phiala vertrieben.

GeorgischesTrio

Der Tsinandali kam besonders bei der Frau des Hauses gut an: "Schmeckt wie eine Mischung aus gereiftem Burgunder und griechischem Retsina. Sehr lecker!". Mir fällt die auf den ersten Schluck dominierende Säure auf, in der Nase Quitte, im Mund Muskat und Boskop-Apfel, bei einer leichter Firnis-Note, wirkt sehr reif.

Der Saperavi präsentierte sich mit tief dunkelroter Farbe, Aromen von Erdbeere, Zwetschge, Tabak und dezenter Altholznote.

Die Überraschung brachte der dritte Wein im Bunde. Der dunkelrot mit violetten Reflexen schimmernde Napareuli braucht unbedingt ausreichend Luft zur Entfaltung. In der Nase Teer, Backpflaumen, Dörrobst und Röstaromen. Eine gute Menge Gerbstoffe, eine merkliche Säure. Die Aromen von Veilchen, Lakritze und dunklen Waldbeeren erinnern mich stark an erstklassige Chianti-Weine. Sehr schöner, intensiver Abgang. Die Barrique-Note ist noch etwas im Vordergrund, dürfte sich aber nach weiterer Reifung noch besser ins Gesamtbild einfügen. Der Napareuli besitzt Potential!

Insgesamt bin ich angenehm überrascht, diese Weine sind es wieder mal wert, über den Tellerrand der bei uns etablierten Weinwelt zu schauen.

Der Schreiber

Lars2007-2

Lars Breidenbach
Texter, Winzer & Weinjournalist

XING

Frisch kommentiert

Klingt sehr spannend...
Klingt sehr spannend :-)
Wolf (anonym) - 13. Mai, 17:42
Die Unterschicht, also...
Die Unterschicht, also die Menschen, die unter dem...
Wolf (anonym) - 13. Mai, 09:56
Filme online abrufbar
Die 3 Filme sind jetzt auch online beim ZDFdokukanal...
LarsB - 13. Mai, 09:44
RosaRote Sonne
und ich kann Dir sagen, die Sache mit dem Wetter war...
Niko (anonym) - 9. Mai, 15:08
Tschuldigung!
beim Verfassen meines Kommentars auf den Fine-Artikel...
Iris (anonym) - 9. Mai, 11:00

Blog-Events



Weinblog Suchmaschine




Supporter of







Einchecken?

Credits